Samstag, 1. August 2009

Die Reise

Hallo ihr,

ich versuche nun mal den ersten Blogg:


Max am Busterminal in Mendoza


Auf der Fahrt nach Mendoza

Es war also soweit, die Reise stand kurz bevor. Nachdem ich noch am Vormittag vor der Abreise einen neuen Pass bekam, sammelte mich Max an der Autobahn auf und es ging nach Frankfurt, wo wir noch am Vorabend vor dem Abflug unser Sperrgepaeck mit ABS und Skitaschen aufgaben.
Nach einigem Hin und Her war klar, das wir eine ABS Patrone im normalen und eine im Handgepaeck mitnehmen durfen. Am anderen Morgen sassen wir dann im Flieger, uns standen 14h Flug bevor, die dann aber erstaunlich schnell vergingen. Schon Abends waren wir in Buenos Aires, und nach dem Zoll, einer kurze n Untersuchung auf Schweinegrippe und einer Wechselstube ging es dann mit dem Bustransfer ins STadtzentrum, um von dort aus mit dem Bus nach Mendoza weiter zu fahren. Wenige Meter nachdem wir den Bus vom Flughafen verlassen hatten, wurden wir von einer Jugendbande mit einem Messer bedroht. Sie redeten auf in Spanisch ein. Wir konnten nichts tun und hatten riesen Glueck, dass ein Sicherheitsbeamter das Ganze sah und hergerannt kam. Die Jugendgang suchte das Weite und wir machten uns auch vom Acker. Im Busterminal Retiro hatten wir nochmals Glueck, denn wir erreichten noch den Nachtbus nach Mendoza. Im Bus konnten wir erstmal richtig entspannen, da unsere Sitze eher Betten waren.

Am naechstn Vormittag kamen wir in Mendoza an, wo wir 2h Aufenthalt hatten bevor es dann nach Malargue ging, wo wir in Schlagweite zu Las Lenas erstmal unser Lager aufschlagen wollten. Am Busterminal kamen drei europaeisch aussehende Maenner auf mich zu, die mich ansprachen und fragen ob ich de r Gex sei. Ich bejahte und es stellte sich herraus, dass die drei Schweizer Jonas, Balz und Michi sind. Wieder mal einer dieser unglaublichen Zufaellen. Seit diesem Moment sind wir auch mit den Dreien unterwegs. Abends waren wir dann in Malerque und bald darauf auch im spontan gefundenen Hostel. Auch der Plan fuer Morgen organisierte sich wie oft hier fast von alleine: Wir laufen mit unserem Skigepaeck die letzten Meter zum Hostel und schon haelt ein Kleinbus und fragt uns ob wir morgen nach Las Lenas wollen. Und somit steht fest, das wir morgen das erste Mal auf dem Schnee der Anden stehen werden.


Montag, 1. Juni 2009

Ein letztes Mal

Schon auf der Heimfahrt von der Maighelshütte war uns klar, dass wir den Winter noch nicht verabschieden können, und so war klar, dass wir nächstes Wochenende nochmals losziehen werden.
Und so kam es auch. Als Ziel wurde der Säntis auserkoren, den ich eigentlich schon viel früher in der Saison befahren wollte. Joachim und ich verbrachten wohl die Woche vor unserem Säntis-Trip wohl mehr Zeit damit, Informationen über die aktuelle Schneelage zu finden als unsere eigentlich Arbeit zu verrichten. Es stellte sich aber bald heraus, dass diese gesuchten Informationen äußerst rar sind. Wir waren aber beide so von unserem Plan besessen, dass uns auch dieses Handicap nicht von unserem Trip abhalten konnte.
Schon bei der Anfahrt, noch viele Kilometer vom Ziel entfernt, lachten die Schneefelder am Säntis mich an. Die Vorfreude wuchs, auch weil Jockel mal wieder mit seiner guten Lauen mein kleines Auto flutete...
Die Nacht auf Sonntag, dem Tag der Abfahrt, verbrachten wir im Zelt, was für uns beide ein essentieller Teil dieser Säntis-Aktion war.

Als wir uns aus unseren warmen Schlafsäcken schälten, war der Himmel tiefblau und der Gipfel schon in ein wunderbares Morgenlicht getaucht. Die Vorfreude stieg, auch wenn wir nicht wussten, was uns am Gipfel erwartet. Auf dem Weg zur Seilbahn wurden wir von einigen Passanten komisch angeschaut und zum Teil auch gefragt, was wir denn mit Ski hier noch wollen...







Am Gipfel war dann schnell klar, hier gibt es noch was zu ernten. Nur über die Routenwahl waren wir uns noch nicht so ganz klar. Wir wählten dann aber die Standardroute.







Nach einigen Runs auf den Schneefeldern rund um den Gipfel, stellten wir irgendwann fest, dass unser Ticket auch eine Talfahrt beinhaltete. Und stiegen wir zum Gipfel zurück und fuhren mit der Bahn ins Tal...


Die Fotos stammen mal wieder von Joachim Spengler.

Sonntag, 24. Mai 2009

Zurück in die Zukunft


Obwohl für fast alle Skifahrer, auch für die achso krassen Freerider, schon Sommer ist und sie ihre Wochenende mit biken, grillen oder sonstigem verbringen, gibt es immer noch einen kleinen Teil die noch immer mit Ski in den Bergen unterwegs sind. Und zu dieser Minderheit zähle ich Joachim und mich.
Am Vatertag machte mich also schon morgens auf, um Joachim in Schwarzach ein
zusammeln. Zusammen ging es dann Richtung Oberalppass, von wo wir dann zur Maighelshütte aufsteigen, in deren Winterraum wir unser Quartier für die nächsten zwei Tage aufschlugen.


Am Freitag ging es in aller Früh raus, um rechtzeitig auf dem Piz Borel zu sein, was uns nach etwa drei Stunden aufstieg dann auch gelang.






Die Abfahrt war eine recht schmierige Angelegenheit, da die Nacht nicht klar und somit auch recht mild war.





Den Mittag verbrachten wir mit dem vertilgen von Unmengen an mitgebrachtem Essen. Und erst spät, fast zu spät da das Essen schon wieder lockte, kam uns die Idee noch ein paar Fotos zu machen. Nur einige Meter hinter der Hütte bot sich eine Wechte hierfür perfekt an...




Es dauerte etwas länger bis wir uns über das Programm für den Folgetag im klaren waren, schließlich entschieden wir uns für zwei kleine Fotosessions am Fuß von Pazolastock und Badus. Auf dem Bild sieht man die Rinne am Badus. Der Schnee war noch super und optimal um ein Run mit dieser Steilheit zu machen...


Alles in allem ein super Wochenende. Und kaum daheim vermisste ich schon die Einsamkeit, die Ruhe, die klaren Nächte und den Schnee...

Für das super Wochenende und die tollen Fotos noch ein dickes Dankeschön an Joachim Spengler

Dienstag, 24. März 2009

Kick the Vik

Am letzten Wochenende stand für uns noch das Kick the Vik an, ein Freeridecontest der besonderen Art. Drei Tage lang befuhren wir mit den anderen Rider die Gipfel rund um die Maighelshütte im Oberalppass-Gebiet.



Als wir am Freitag Vormittag auf der Passhöhe angekommen sind, wurden wir von einem White-Out empfangen und wir konnten uns nur schwer vorstellen, das wir schon einige Stunden später die erste Bergflanke befahren werden. Doch nach dem Aufstieg zur Hütte, riss die Wolkendecke auf, und etwa 20 Rider machten sich auf, die Nordflanke des Cavradi unter den Augen der Film- und Fotocrew zu befahren.
Vor dem Abendessen mussten wir noch unsere Line für den Contest festlegen und nachdem die Startnummern ausgelost waren, versuchten wir auch schon im Matrazenlager ein paar Stunden zu schlafen, was wegen einiger Schnarcher nur mittelmäßig gelang.



Die Rider, die ihre Line vom Piz Tagliola und Piz Nair zogen, mussten früh raus, da am Morgen das Licht dort am besten war. So beobachtete die verbleibenden Rider vom Frühstück aus, wie sich zwei Gruppen langsam aber sicher bei strahlendem Sonnenschein Richtung Gipfel bewegten.
Nach etwa zwei Stunden starte dann auch der erste Rider vom Piz Tagliola, und kurz darauf war auch schon Tomy an der Reihe. Nach einer flüssigen Line, stürzte er leider am Ende bei Highspeed. Glücklicherweise trug er keine Verletzungen davon.
Nach einem kurzen Meeting gegen Mittag machten wir uns dann auch auf, um den Piz Piogn Crap zu besteigen. Glücklicherweise wurde für diesen Gipfel eine Steigeisenpflicht ausgesprochen, und so hielt sich die Anzahl meiner Mitstreiter in Grenzen.
Ich war, nach dem später SiegerFabian Lentsch und dem späteren Zweiter Even Ofstad an der Reihe.

(Rider Michi Jurt)

Am Ende meiner Line war ich glücklich darüber das ich meine Line gefunden habe und sie auch sauber gefahren bin, für einen Platz unter den Besten hat es dann aber leider nicht gereicht. Aber das Gewinnen steht bei dieser Art von Contest auch nicht ganz oben...

(Rider Fabian Lentsch)

Am Sonntag starteten wir dann noch zu einer Tour auf den Rossbodenstock, doch leider verschlechterte sich das Wetter und Teile der Abfahrt wurden leider zum Blindflug.
Alles in allem ein super Wochenende mit wunderschöne Lines!

Und ganz wichtig: Die Videos und dasPublic Voting findet ihr unter www.kickthevik.com Jungs und Mädels, wir zählen auf euch!!!
Fotos von Stefan Schlumpf und Thomas Litwin
Ein weiteren Bericht findet ihr auf www.freeskiers.net

Update:
Drei weitere Fotos vom Kick the Vik.

Linienwahl von der Hütte am Piz Poign Crap

Georg und Fabi beim Aufstieg zum Piz Poign Crap


Der traurige Höhepunkt des Contest-Nachmittags. Der Bergführer vom Piz Nair wurde mit gerissener Achillessehne ins Tal geflogen.

Sonntag, 22. Februar 2009

Nordstau Tag 1

Der Urlaub kam immer näher, und auch die Wetterpronosen sahen mit jeder Stunde besser aus. Und so änderten wir noch kurzfristig unser Ziel unseres Trips. Italien lassen wir mal Italien sein, Nordstau ist Nordstau. Daher trafen wir uns am Samstag Abend in Schwarzach ein. Dabei waren wir, Tomy und ich, Osti und Jockelsoi, dessen Wohnung wir auch als Basis nutzten.
Sonntag Morgen ging es dann früh raus. Im Gebiet mussten wir feststellen, das einiges schon verspurt war, die schönen Sachen lagen aber noch jungfräulich da an diesem herrlichen Wintertag...

All Photos by: Joachim Spengler









Nordstau Tag 2

Nach einem wunderbaren Tag in Damüls ging die Suche nach dem perfekten Powder weiter.
Stündlich wurde die Wetterlage überprüft, Ski-Gebiete gesucht und sämtliche Messanlagen gechecked.
Unserer kleine aber feine Spürnase führte uns dann Richtung Allgäu, knapp an die österreichische Grenze. Nennen darf ich das Gebiet nicht, sonst sind die s!cken 1337 Jungs vom "Planet Hohl" sauer.
Nur soviel kann ich sagen, der Wald war sehr fein zu fahren. Lediglich der Weg "back to da Hood" war, gelinde gesagt, etwas wässrig und lang.
Aber echte Powdersüchtlinge sind sich nicht zu schade und schinden auch ihren eigenen Körper, nicht nur die Ski.

Some Impressions:

Do you see them ?


Das Licht war zwar bescheiden für mich, Pillow fahren geht trotzdem!

Ja selbst ein paar feine Turns gingen, auch wenn die Ausfahrt aus dem Tobel nicht so dolle war...

Abends gings dann Richtung Touri-Info wo uns die nette Dame noch ein feines Qurtier suchte. Fasziniert vom Ausschnitt der vollbusigen Dame konnte sich keine den Weg merken, gefunden haben wirs nachher trotzdem.

Nordstau Tag 3

Eigentlich wollten wir dieses Tag am Neunerköpfle im Tannheimertal verbringen. Leider hatte die Gondel zu, und so mussten wir uns im Touri-Büro nach einer Alternative umsehn, die auch schnell gefunden war.
Wir wussten das der Tag tief werden wird, wir wussten aber nicht das er so tief werden wird.
Fotos gibt es keine. Es war einfach zu viel. Zu viel Schnee unter den Ski, zu viel Schnee in der Lunge. Trotzdem ein Tag den wir nicht vergessen werden...

Nordstau Tag 4

Am Vorabend trafen wir uns mit Marius und Uli und eigentlich wollten wir alle zusammen am nächsten Tag an ein kleines aber feines Gebiet im vorderen Allgäu. Der nächste Morgen kam, und vor uns lag wieder einmal ein Tag mit Bluebird und 30cm Neuschnee. Doch auch heute mussten wir unsere Pläne ändern. Ein Bus hing fest, kein Durchkommen mehr. Marius und Uli waren schon oben, wir noch auf der Sraße. Ärgerlich, aber als wir abends von einem tödlichen Lawinenunfall hörten, dachte ich mir: Vielleicht war es Bestimmung....
So ging es mal wieder nach Balderschwang, wo wir noch einen schönen Tag im Wald verbrachten.